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Mission: Frieden? Wie? Denken!

Next! Nächstes Thema. Kennst Du das? Die Ukraine gestern – heute der Nahost-Konflikt. Das kranke Kind gestern, heute das Konto, dass sich ratzfatz leert. Der Schnee gestern, heute warme Winter. Es gibt derzeit kaum ein Thema, dass uns nicht beschäftigt. Und es kommen noch ein paar dazu.

Bei welcher Challenge sollen wir anfangen? Wo aufhören? Anfangen womit überhaupt? Wie wäre es vielleicht damit: Denken. Anhalten, reflektieren und sortieren was passiert.

Schneiden wir ein Thema heraus, dass uns gerade besonders umtreibt: der Krieg im Nahen Osten. Der Krieg in der Ukraine ist verdrängt, aber nicht beendet. Wir ertragen das Leid nicht, dass wir in den Medien sehen. Klicken oder zappen weiter. Wenn wir anfangen nachzudenken, kommen wir zügig an den Punkt, dass wir aufhören wollen nachzudenken. Und wir hören tatsächlich auf nachzudenken. Schauen lieber nach den Blumen im Garten. Oder überlegen uns den nächsten Post auf Instagram. Gehen in den Club. Was kümmert es mich. Wir sehnen uns stets nach der heilen Welt. Wie achtsam. Wie verständlich.

Aber wir müssen nachdenken. Und wir müssen sprechen. Denn diese Kriege verschieben Grenzen von Menschen, die politische Entscheidungen treffen. Ein Krieg ist der Gipfel der Sprachlosigkeit. Davor und währenddessen wird nicht mehr gesprochen.

Das Gespräch ist aber die Basis für unseren Frieden. Es ist die Pflicht der Politik rund um den Globus. Politische Führungen dieser Welt müssen diesen Grundsatz inhalieren: Diplomatie! Und wenn sie diesen Begriff nicht verinnerlicht haben, müssen sie daran erinnert werden. Von Demokraten. Von uns allen. Von Europa. Mit unserem schärfsten Schwert: der Sprache.

Wohin das führt? Dass kein Mensch sein Leben in sinnlosen Konflikten opfert. Eltern ihre Kinder nicht verlieren. Wir glauben, dass seien nicht unsere Konflikte? Dann verschließen wir auch die Augen für Frieden in unserem Land. Für den Wohlstand, für Freiheit auf unserem Kontinent. Denn es sind unsere Mittel, unsere Gelder, unsere Energie, die zerbombte Städte aufbauen. Es sind unsere Soldaten, die in die Friedensmission gehen.

Wir wollen diesen Menschen helfen. Und wir tun es nicht uneigennützig.

Wir wollen grenzenlos verreisen. In irgendein anderes Land. Nach Mallorca, auf die Kanaren. Wir wollen unser iPhone, unsere Wohnung, unseren Arbeitsplatz. Wir wollen gesund und glücklich leben. Und das können wir nur, wenn wir Frieden haben. Denn wir hängen auf der Erde unzertrennlich zusammen. Diese Kriege gehen uns etwas an – ob wir es wollen oder nicht. Und deswegen steht es außer Frage, dass wir Menschen in diesen Ländern helfen müssen. Die nichts für diesen Krieg können.

Gleichzeitig wollen wir unseren sozialen Wohlstand. Wir wollen, dass der Bus fährt, wir wollen unsere Schulen, unser Gesundheitssystem und unsere Wirtschaft erhalten.

Daher ist es nicht nur unsere Pflicht, dass mildeste Mittel zu suchen, sondern es ist auch in unserem ureigenen Interesse: Das immer wiederkehrende Gespräch, um Konflikte zu beenden. By the way: Ein wesentlicher Grundsatz unserer Verfassung, unserer Demokratie: Das Gespräch. Die Meinungsfreiheit.

Der Grundsatz unserer Demokratie ist aber auch ihre Wehrhaftigkeit. Wenn Terrororganisationen und Gruppen sich das Ziel gesetzt haben uns anzufeinden, müssen wir uns wehren. Dafür gibt uns das Grundgesetz die Richtung vor.

Wenn die Hamas derzeit glaubt, dass sie Menschen als Schutzschilde benutzen kann, um das Judentum zu vernichten, dann müssen wir uns alle wehren.

Wir müssen Allianzen finden: militärische, politische, juristische – mit einem Ziel: die Hamas an der Erreichung ihrer Zielen zu hindern. Immer im Nacken die Verhältnismäßigkeit. Und es muss immer die Rückfahrkarte geben – zum Gespräch, zur Diplomatie. Und wenn es das Gespräch vor internationalen Gerichten ist – mit den Menschen, die sich davor verantworten müssen.

Der beste Weg einen Krieg zu beenden ist wieder ins Gespräch miteinander zu kommen. Das Leid der Menschen zu beenden. Ob in Israel oder in Gaza. Zu differenzieren. Nicht zu pauschalisieren. Brücken bauen, nicht einreissen. Und wir brauchen derzeit mehr Brücken denn je. Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit ist, ist jede Minute es wert, um Menschen wieder zueinander zu führen. Möglichst viele Verbindungsstücke finden.  

Bleiben wir hoffnungsvoll. Aber denken wir nach und mischen wir uns ein. Wir Demokraten. Gerade die Leisen. Wir müssen laut werden, wenn man uns übertönen will. Es geht um uns alle. Es geht um unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder. Auch in unserem eigenen Land.

Und wir sollten den politisch Verantwortlichen dieser Konflikte immer zeigen, dass niemand seinen Vater, seine Mutter, seine Kinder oder sonst irgendwen verlieren will. Kein Israeli, kein Palästinenser, kein Russe, kein Ukrainer.

Das liegt niemals in der Natur des Menschen.

Und wir sollten die Menschen, unsere Politiker darin bestärken, wenn sie genau das tun – den Frieden suchen. Dauernd. Immer wieder!

Deswegen: lasst uns wieder Denker*innen sein! Und unser Kernziel muss sein:

Frieden. In Europa. Auf der Welt.

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